Startseite
  Über...
  Archiv
  Abonnieren


http://myblog.de/regenbogenschein

Gratis bloggen bei
myblog.de





Leben?

auch diese Nacht ging vorüber irgendwann...nach dem Frühstück dann die Verlegung ich weine schon wieder komme in ein dreier Zimmer...meine Mutter ist dabei.

Ich bin auf einer Station gelandet die nichts ist für junge Leute die nächst jüngere Patientin könnte meine Mutter sein...ich liege in einem Zimmer mit zwei alten Frauen eine davon dement keine Orientierung wo wer weshalb und warum immer wieder schreit sie, reißt sich ihre Zugänge raus oder ähnliches die Schwestern kommen nicht nach.

Ich bin den ganzen Morgen nur am weinen zwischendurch fülle ich Bögen aus falls es zu eine NotOP kommen sollte und ich nicht mehr ansprechbar bin. Irgendwann bin ich erschöpft schlafe ein. Immer wieder habe ich gebetet vorallem in der Nacht zuvor als ich aufwache ist ein Regenbogen direkt vor meinem Fenster ich schöpfe Hoffnung die in den nächsten Tagen immer wieder schwankt.

 Mittlerweile darf ich wieder aufstehen um ins Bad zu gehen sonst nichts. Ich liege da und starre die Wand an und versuche mit meinen Gedanken klar zu kommen, mit meiner Angst.

Ich bekomme Besuch bin froh und glücklich darüber, Freunde rufen an und ich telefoniere lange. 

Die Tage vergehen meine Mutter wollte einen runden Geburtstag feiern jetzt ist alles erstmal abgesagt. 

Verwandte und Freunde geben sich die Klinke in die Hand ich bin danbar für jeden der mich ein paar Minuten vom Krankenhausalltag ablenkt die Tage verschwimmen ineinander und es gibt nichts neues.

 

Mittlerweile haben die großen Ferien angefangen viele Freunde sind auf einer Freizeit wo ich auch sein sollte, meist geht es mir gut doch immer wieder wenn das KontrollMRT immer noch nichts neues ergeben hat, der Tag sehr lang wird oder die Nacht wieder von Schmerzen durchzogen ist und Schlaf nicht zu finden kommen die Gedanken und die Angst was ist wenn meine Freunde zurückkommen bin ich noch hier? In einer anderen Klinik? Vielleicht schon  zuhause? Vielleicht aber auch...ich traue mich nicht zu Ende zu denken.

 

neue Hoffnung keimt auf es heißt vielleicht darf ich montags nachhause vorausgesetzt die schon lang bestellte Kompressionststrumpfhose ist da. Das Wochenende zieht sich lange hin wieder Besuche, Schmerzen, Medikamente, zwischendurch telefonieren mit Freunden von nah und fern.Ich bin so dankbar erhalte soviel Aufmerksamkeit und kann in diesen Momenten so wenig geben.

 

Montag morgen wache ich auf  früh um 6 schon ich habe Schmerzen mein linkes Bein lässt sich schon seit Tagen nicht richtig ausstrecken doch jetzt ist es der rechte Fuß die Zehen ich schaue hinunter kann ie Zehen vor Schmerz nicht bewegen und sehe drei davon sind dunkel lila kurz danach kommen die Schwestern auf ihrer Morgenrunde ich weine schon wieder zeige der Schwester den Fuß sofort wird der Arzt angerufen einschließlich des Chefarztes ich ahne schreckliches das letze Mal habe ich ihn gesehn als die endgültige Diagnose gestellt wurde.

 

Er kommt sieht sich den Fuß an bewegt die Zehen ich muss bleiben vorerst niemand mehr redet von nachhause gehen ich weiß auch selbst nicht wie das gehen soll das eine Bein kann ich nicht durchstrecken den andern Fuß wegen der Zehen nicht  richtig aufsetzen laufen ist schier unmöglich.

Auf dem Weg ins Bad hangle ich mich von Stuhl zu Tisch zu Stuhl und zurück.

 

Der Tag zieht sich wieder ich will nur noch nach Hause und darf nicht, meine Strumpfhose kommt ab dem nächsten Tag wenn die Zehen besser werden darf ich aufstehen wenigstens an den Tisch sitzen zum Essen mehr auch nicht. Die Zehen werden besser am Dienstagmorgen sitze ich am Tisch zum Essen ich schaffe es gerade 5 Minuten und eine Brötchenhälfte lang dann kann ich nicht mehr weil mir alles weh tut ich schaffe es gerade noch ins Bett und nehme mein Schmerzmittel wie jeden Morgen und Mittag und Abend seit zwei Wochen.

 

Und draußen.... ist Sommer...Hochsommer...blauer Himmel ein leichter Wind und schönes Wetter...

25.2.13 00:57


Der Schein trügt....

nach der Diagnose des CT scheint alles in geregelte Bahnen zu laufen, ich bekomme regelmäßig meine Heparinspritzen außerdem Antibiotikum weil ich zusätzlich eine Entzündung habe und Schmerzmittel.

Es wird erstmal ruhig meine Eltern kommen vorbei und für den nächsten Tag kündigt sich Besuch aniich freue mich einerseits andererseits könnte ich nur heulen den es heißt die für die Ferien geplanten Aktivitäten auf bzw abgeben zu müssen.

Es ist mittlerweile Donnerstag gegen Mittag kommt mein Besuch ich freue mich, habe den ganzen Mittag kaum Schmerzen auch wenn es mir immer noch schwer fällt die Pläne aufzugeben und abzugeben doch ich weiß das es so sein muss. Mein Besuch ist sehr betroffen ich selbst bin in der Zeit wo sie anwesend sind sehr vernünftig spiele alles etwas herunter : " Wird schon werden" ist mein häufigster Satz.

Spontan kommt eine Freundin vorbei die sich von einer Exkursion der Uni früher freigenommen hat um mich zu sehn sie hat sich seit wir telefoniert haben schon etwas gefasst ist jedoch auch noch betroffen. So vergeht der Nachmittag schnell und um halb 6 gibt es ja schon Abendessen

Meine Eltern sind noch da als gegen halb 8 plötzlich zwei mir fremde Ärtze und der Stationsarzt  das Zimmer stürmen das ist der Punkt an dem meine scheinbar auf Besserung bedachte Welt einstürzt.

Ich höre nur MRT ( Magnetresonanztomographie formally known als Röhre), Lebensgefahr, Uniklinikum Ulm, Tübingen, Verlegung mit Heli, Stuttgart.

Ich weiß nicht mehr was ich denken soll habe Angst kann mich nicht mehr beruhigen aber ich muss es muss ein MRT gemacht werden sofort.

Vielleicht Verschluss der Nierenvenen, Operation, Nierenversagen, Transplantation bekomme ich noch mit dann werde ich auch schon hinausgeschoben in Richtung Radiologie.

Auch der Radiologe versucht nochmals mich zu beruhigen, dann Röhre einatmen, ausatmen, nicht atmen, Kontrastmittel fließt durch meine Venen oder fließt eben nicht durch.

Wieder auf dem Zimmer, die Ärztin der Gefäßchirurgie lässt auf sich warten. Ich bin verzweifelt, bete, ich will keine Op, will nicht verlegt werden will nicht hier im Krankenhaus sein.

Schließlich die Diagnose: Alles zu bis kurz unterhalb der Nierenvenen ist das jetzt gut oder schlecht?

Es heißt ich muss erstmals nur intern verlegt werden von der Inneren auf die Gefäßchirurgie damit ich näher dran bin wenn eine Lungenembolie droht  und das kann jederzeit passieren dennoch wird die Verlegung auf den nächsten Morgen verschoben.

Ich habe absolute Bettruhe zu halten darf nur liegen und sonst nichts.

Meine Mutter fragt nochmals nach wie das jetzt ist falls ich eine Lungenembolie bekommen sollte. Zu mir wird gesagt sobald ich keine Luft bekomme sofort zu klingeln. Die Ärztin verabschiedet sich mit den Worten: " Bei ganz vielen Patienten ist bei einer Lungenemboolie innerhalb von drei Minuten alles vorbei" und wünscht eine Gute Nacht.

Ich telefonier nochmals ich muss unbedingt einen Freund erreichen der sich die letzen Tage immer wieder erkundigt hat und noch keine AHnung hat wie es mir geht, ich erreiche nur seine Mutter kurz danach ruft er zurück auch er ist geschockt schafft es aber mich etwas zu beruhigen.

 Meine Beine werden nochmals gewickelt, ich soll schlafen ich liege 8 Stunden stocksteif auf dem Rücken im Bett traue mich nicht mich zu bewegen.

Als ich klingle weil ich Schmerzen habe warte ich eine halbe Ewigkeit bis eine Schwester kommt.

Ich bin die halbe Nacht wach kann nicht schlafen und bin überhaupt nicht mehr taff wie mittags als ich noch Besuch hatte ich bete und heule und liege rum unfähig irgendwas zu tun, ich begreife das  ich in Gefahr bin in akuter Gefahr.

 

22.1.13 13:17


Und dann findet doch jemand die Ursache

...im Krankenhaus wurde ich schon in der Inneren Ambulanz vorangemeldet. Zum Zweiten Mal versagten mir die Füße so dass ich mit dem Rollstuhl in die Ambulanz gelangte. Nach relativ kurzer Wartezeit was ich nicht erwartet hatte kam die Überraschung des Tages, ein junger Assistenzarzt gefühlt kaum 25 schon nach fünf Minuten äußert er seinen Verdacht : " klingt irgendwie nach Thrombose nur das mit dem Rücken ist merkwürdig". Drei Stunden später bestätigt sich die Diagnose und ich komme erstmal auf mein Zimmer, beide Beine eingebunden und die erste Dosis Heparin. Außerdem Schmerzmittel deren Wirkung auch bald einsetzt so, dass ich zumindest diese Nacht wieder mehrere Stunden am Stück schlafe vielleicht war es jedoch auch nur die Erschöpfung und die Erleichterung darüber zu wissen was los ist.

 

Der nächste Morgen beginnt. Nach einer Computertomographie ist klar es ist keine einfache Beinvenenthrombose sondern auch die Beckenvenen und vermutlich auch die Vene cava ( untere Hohlvene im Bauchraum) scheint betroffen. Nach dem sich schon die normale Thrombose bei einem Mensch in meinem Alter niemand erklären konnte. Die Suche beginnt... immer mehr Freunde melden sich auf meinem Handy es war viel geplant für die nächste Zeit ich kann nicht richtig antworten weiß nicht was sagen kann selber die Ausmaße noch nicht fassen melde mich schließlich bei einigen wenigen die es weitergeben.

Ich löse bei vielen einen Schock aus und langsam wird auch mir damit klar wie gefährlich es ist. 

16.1.13 17:18


Wie das Unheil seinen Lauf nahm

Eine junge Studentin, Anfang 20,ein schöner Sommertag kurz vor den großen Ferien. Für mich begann er nicht ganz so schön schon seit drei Tagen hatte ich immer wieder unerträgliche Rückenschmerzen und an diesem Morgen konnte ich kaum noch aufrecht stehen.

Wenige Stunden später war ich daheim und auf dem Weg zur Notfallpraxis ( natürlich war Wochenende wie immer wenn man was dringendes hat) eine Orthopädin war Vorort und diagnostizierte mir einen akuten Ischiasnerv. Ich wurde eingerenkt und bekam Schmerzmittel ( 3x 1 Tablette) verschrieben.

Bis zum Auto schaffte ich es noch so jedoch waren die Schmerzen nur kurzfristig besser und strahlten nun noch dazu ins Bein aus aber eigentlich doch alles typisch für einen Ischiasnerv.

Gegen Abend dann die Erkenntnis das die Schmerzen nun auch in beiden Beinen schier unerträglich wurden die nächste Dosis Schmerzmedikamente jedoch noch weit entfernt und schier unerreichbar schien.

Nachdem der Kreislauf auch nicht so richtig in Schwung kommen wollte  die Fahrt ins nächstgelegene Krankenhaus, die Beine mittlerweile leicht verfärbt  in bläulicher Richtung.

Dann  der erste Schock , den ganzen Tag schon hatte ich immer wieder Probleme beim Laufen gehabt und es auf die Schmerzen geschoben, doch nun konnte ich nicht mehr aus dem Auto aufstehn ich hatte kein richtiges Gefühl mehr in den Beinen. Mithilfe eines Rollstuhles kam ich direkt in die Ambulanz wurde von Chirurg und Internist begutachtet beide konnten nichts auffälliges feststellen, eine Thrombose wurde nach einem Ultraschall der Beinvenen ausgeschlossen.

Die Beinvenen waren komprimierbar was bei der Kraftaufwendung des Chirurgs allerdings auch nicht unbedingt verwunderlich war.

 

Diagnose: schlechtes Gefühl in den Beinen durch Einrenken wird vermutlich in den nächsten Stunden besser. Schlechter Kreislauf bei aktuellen Werten absolut unerklärbar.

 

Mit dem Brief für den Hausarzt ging es wieder nachhause, ich zweifelte nicht an der Diagnose der Ärzte ich konnte wieder laufen der Kreislauf war wieder stabil ich zweifelte selbst daran ob ich mir das nicht -laufen-können davor nicht etwa eingebildet hatte.

Den nächsten Tag verlebte ich zwischen heftigen Schmerzen,  so gut es gingabgelenkt durch liebe Freunde und Familie und den Zeiten in denen die Schmerzmittel wirkten.Leider hatte ich an den Stellen an denen am Tag zuvor der Ultraschall der Beinvenen stattgefunden hatte blaue Flecken bekommen die dunkellila ( ja ungefähr diese Farbe) waren und gefühlt exponentiell wuchsen.

Die Nacht war schrecklich doch so sollten noch viele Nächte werden.

Am Morgen dann  ein Besuch beim Hausarzt ( 3. Arzt in drei Tagen) mir wurden erneut Schmerzmittel verschrieben (3x 2 also insgesamt 9 Tabletten pro Tag) und erstmal noch auf den Ischias getippt vorsichtshalber aber Blut abgenommen weil man sich nicht mehr nur darauf verlassen wollte.

Ich lief mittlerweile wie eine  mindestens 85 jährige die schlecht zu Fuß oist und wäre um jeden Rollator dankbar gewesen.

Auch die neuen Schmerztabletten brachten nur wenig Besserung aber es wurde einigermaßen erträglich. 

Die Laborbefunde am nächsten Tag waren alles andere als in Ordnung nach dem immer noch starke Schmerzen meinerseits beklagt wurden entschied die Hausärztin mich zur Abklärung ins Krankenhaus einzuweisen ich die am liebsten nie ein Krankenhaus betreten hätte war in diesem Moment einfach nur froh nochmal in einem größeren Krankenhaus die Hoffnung zu haben endlich zu wissen was wirklich los war und was tun zu können.

16.1.13 02:30





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung